Der Skorpionmann Der Mann, der im Zeichen des Skorpions geboren ist, wird von seinen Genitalien beherrscht. Er ist leidenschaftlich, emotionell, unberechenbar. Sein Wesen wird von seinen Begierden bestimmt, und um sie zu stillen, nimmt er jede Herausforderung an, stellt er sich jedem Hindernis. Er rechnet auch nicht mit den Folgen. Mögen andere ihn einen herzlosen Don Juan nennen, ihre Meinung hemmt seine ruhelose Suche nach sexuellen Abenteuern nicht. Es ist leicht zu verstehen, warum die Menschen von ihm angezogen werden wie Stahlspäne von einem Magneten. Sie reagieren auf seine geradezu hypnotische Sinnlichkeit. Er vereint zu gleichen Teilen Charme und Charakterstärke. Er scheint so viel Tatkraft zu haben, daß er sie an die Atmosphäre abgibt. Sie umgibt ihn wie ein Nimbus, wo er geht und steht. Für eine Frau ist es jedoch gefährlich, einem Skorpionmann allzu nahe zu kommen. Seine schwelende Sexualität kann völlig unerwartet explodieren. Er gibt sich kaum Mühe, sich zu beherrschen. Zurückhaltung ist ein Wort, daß er nicht kennt. Wer flirten will, ohne die Folgen auf sich zu nehmen, der bleibe diesem Mann fern. Er müßte ein Schild *Achtung, Hochspannung* um den Hals tragen. Ein Liebeserlebnis mit ihm kann in größte Höhe der Leidenschaftlichkeit oder in Verderbnis führen. Die Frau, die von einem Skorpionmann begehrt wird, kann sich entweder freuen oder hat einiges zu befürchten. Nichts wird ihn von der Verfolgung seines Zieles abhalten, denn er ist das Opfer seiner Begierde. Beim gemeinsamen Liebesspiel kann er ein feuriger Partner sein, der in allem schwelgt, was sie erregt. Wenn sie sich von ihm nicht umwerben und erobern lassen will, tut er buchstäblich alles, nimmt jedes Risiko auf sich, scheut vor nichts zurück, um sie dazu zu bringen, sich ihm hinzugeben. Der Skorpionmann vergißt nie eine Freundlichkeit, verzeiht nie eine Beleidigung, und wird er verletzt, so sinnt er nur noch auf Rache. In seine zwischenmenschlichen Beziehungen mischen sich gewöhnlich Streit und Hader, und er kann zeitenweise gewalttätig werden. Er schafft sich allzu leicht Feinde- doch mögen sie vor ihm auf der Hut sein! Bei jedem Konflikt ist er ein Gegner, vor dem man sich in acht nehmen muß. Er ist heftig, halsstarrig und nachtragend. Wer mit einem Skorpion zu tun bekommt, muß darauf gefaßt sein, außerordentliche Anstrengungen zu unternehmen, um den Frieden zu wahren. Barmherzigkeit ist nicht Sache des Skorpions, ebensowenig der Ausweg eines Kompromisses. Man überlege es sich zweimal, bevor man ihn zum Kampf herausfordert, denn er kämpft wirklich auf Leben und Tod. Bei einem Streit setzt er alles aufs Spiel, das heißt, er spielt um alles oder nichts - soll der Teufel den Verlierer holen! Seine Beweggründe scheinen kompliziert und mysteriös zu sein, denn seine Persönlichkeit hat eine verborgene, geheime Seite. Er ist dynamisch und anmaßend, steht aber treu zu seinen Freunden. Er möchte unabhängig sein, braucht aber einen Menschen, an den er sich anlehnen kann. Obwohl er selbst in emotioneller Hinsicht labil ist, verachtet er Schwäche bei andern. Er neigt dazu, seine Tatkraft in Vergnügungen zu vergeuden, in die er sich Hals über Kopf stürzt, und oft wird er alkohol- oder drogensüchtig. Immerhin hat er eher als andere die Möglichkeit, seine Sucht zu überwinden, weil er über ungeheure Willenskraft und Entschlossenheit verfügt. Arbeit ist für ihn wichtig. Anstrengende körperliche Tätigkeit liebt er zwar nicht, aber er hat eine ungewöhnliche Fähigkeit, sich zu konzentrieren, eine lebhafte Phantasie, großen Mut und Unternehmungsgeist - Eigenschaften, die meistens Erfolg bedeuten. Außerdem ist er in finanziellen Dingen praktisch. Niemand kann ihn zu einer Spekulation überreden, und er läßt sich nicht übers Ohr hauen. Doch zu seinem Nachteil geht er Probleme gern blitzschnell an, worauf er sie sich aus dem Kopf schlägt. Manchmal ist das Problem dann nicht vollständig gelöst. In Herzensangelegenheiten läßt er ein nein einfach nicht gelten. Er erwartet, daß der andere sich völlig seinen Bedürfnissen unterwirft. Tut er das nicht, macht er unbarmherzig Schluß. Skorpionmänner können hinterlistig, selbstsüchtig und gewissenlos sein. Diese Züge treten in Erscheinung, wenn der Skorpion auf ein sexuelles Erlebnis aus ist. Seiner Ansicht nach untersteht die Leidenschaft ihrem eigenen Gesetz. Unter Skorpionen findet man die rücksichtslosesten Sexbesessenen, die unersättlichsten Beischläfer. Es drängt sie nach Herrschaft, nach vollständiger Beherrschung des Libido und der Emotionen. Für den Skorpion ist Sex ein Spiel, daß ihm größte Erfolgschancen bietet. Er genießt zwar die Jagd, interessiert sich aber nur für die Frau, die von anderen auch begehrt wird. Man kann einen Skorpion wild vor Eifersucht machen - doch das geschieht auf eigene Gefahr. Herrschsüchtig und sich seiner Macht, Frauen zu unterwerfen, bewußt, kann ihn seine Leidenschaftlichkeit leicht zu Brutalitäten verführen. Mit einem Wort, er gibt zu schaffen. Vorsicht ! Das Sexleben des Skorpionmannes Er ist lustbetont und sexy. Die Frau kann damit rechnen, im Bett mehr zu kriegen, als sie wollte. Er kennt die weibliche Anatomie genau und hat eine lebhafte erotische Phantasie. Schranken gibt es für ihn nicht, und Prüderie duldet er nicht. Jedes Zusammensein wird das Höchstmaß an Wonne bieten. Seine Energie ist unersättlich. Er beginnt beim Hohen C und spielt die ganze Tonleiter herunter. Vom ersten Kuß an merkt man, daß er es ernst meint. Er geht schnurstrack auf sein Ziel los. Mit technischen Raffinessen befaßt er sich nicht. Er will bloß das unbeherrschbare, unbedingte Verlangen seiner Sexorgane befriedigen. Bevor er fertig ausgezogen ist, geht es bei ihm schon los. Sein zwingendes Bedürfnis ist offensichtlich. Das dreht die Frau auch an. So sehr, daß sie gewöhnlich aufstöhnt vor Begierde, ehe er nun beginnt. Er ist wie eine Lawine, die auf einen niedergeht. Seine Küsse sind nicht zärtlich hingehaucht, sondern feurige, männlich-rauhe Liebkosung. Er beißt und lutscht und ist ein Meister des Cunnilingus. Schmerzen zu bereiten regt ihn an. Beim Vorspiel kennt er keine Zimperlichkeiten, man muß mit einigen blauen Flecken rechnen. Er muß die Frau vollständig beherrschen. Wenn sie die zugefügten Schmerzen erträgt, bedeutet das Unterwerfung. Er schwelgt in der Vorstellung, daß die meisten Frauen es lieben, sexuell angegriffen und körperlich überwältigt zu werden. Er fühlt sich gern als König, der angebetet wird. Die Frau auf den Knien. Seine stolzgereckte Mannheit mit der Zunge umspielend, ihr zärtliche Bisse zufügend - so sollte es sein. Besonders behagt ihm, wenn sie gerade aus der Badewanne kommt und ihren nassen Körper an ihn preßt. Dann drückt er sie an die kühlen Kacheln und befriedigt sein Verlangen im stehen. Er wird im Schlafzimmer weitermachen - der Skorpionmann ist immer für eine Fortsetzung - und sie wird ihr blaues Wunder erleben. Meistens ist sie vor ihm erledigt, denn seiner Potenz scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Kühlende Salben für wundgewordene delikate Stellen sollten allzeit bereitliegen! Präservative mag er nicht, und auch der Coitus interruptus kommt für ihn nicht in Frage. Die Möglichkeit einer Empfängnis wirkt herausfordernd auf ihn. Ebensowenig liebt er Belehrungen über die Liebeskunst. Darüber Fragen zu stellen, bedeutet sexuelle Unwissenheit oder Unterlegenheit, und kein echter Skorpion würde sich dessen schuldig fühlen! Sex ist eine viel zu ernsthafte Sache! Der Skorpionmann genießt etwas merkwürdige Sexpraktiken. Er experimentiert mit allem, was sein Erlebnis unvergeßlich machen könnte. Neuheiten auf dem Gebiet der Sexgeräte finden in ihm einen großen Anhänger. Seine latente Gewalttätigkeit kann unangenehm werden. Er hat eine starke Neigung zum Paranoiden, wenn er das Gefühl hat, abgelehnt zu werden. Da es ihm Wollust bereitet, Schmerzen zuzufügen, führt das leicht zu sadistischen Praktiken. Als Tatort sind ihm rauhe Holztische und harte Böden lieber als weiche Kissen. Er treibt die Frau gern zu mehrfachem Orgasmus, meist unter Zuhilfenahme von elektrischen Geräten. Er kann dabei ziemlich weit gehen, denn nichts bereitet dem Skorpionmann mehr Vergnügen, als Wonne mit Schmerzen zu mischen. Erogene Zonen Die empfindsamsten Körperteile des Skorpiongeborenen sind die Genitalien. Den Mann versetzt schon ein leichtes Streicheln der Unterleibsgegend in Ekstase. Eine anganliegende Unterhose ist für ihn schon ein Reizmittel. Die Skorpionfrau verspürt schon Erregung, wenn sie nur die Beine übereinanderschlägt und sie so bewegt, daß sich die Schamlippen aneinander reiben. Nichts bereitet dem Skorpionmann mehr Wollust, als eine Frauenzunge flüchtig über seine Penisspitze streichen zu lassen Es braucht wohl kaum betont zu werden, daß Skorpionfrauen Cunnilingus ganz besonders genießen. Wenn man mit den Genitalien des Skorpiongeborenen spielt, hat man ihn buchstäblich in der Hand. So fängt es an Für den Umgang mit Skorpiongeborenenen gibt es definitive Richtlinien. Regel Nummer eins: er ist unbedingt ernst zu nehmen. Sein Stolz spricht auf Schmeichelei und uneingeschränkte Aufmerksamkeit an. Einerlei, was er auch sagt, man sollte ihm nicht zu stark widersprechen. Das heißt aber nicht, ein Heuchler sein. Skorpione haben ausgesprochene intuitive Kräfte, die fast ans Okkulte grenzen, und können die wahren Gedanken erspüren. Doch obwohl sie sich nicht täuschen lassen, hören sie gern etwas Schmeichelhaftes. Man knausere also der Skorpionfrau gegenüber nicht mit Bemerkungen über ihr hübsches Kleid, über ihr gutes Aussehen und über ihre anregende Konversation. Wenn der Skorpionmann scherzt, darf gelacht werden; er wäre beleidigt, wenn er kein Echo fände. Über seine Fehler sollte man hinwegsehen. Noch besser ist es, sie als Tugend hinzustellen: *Ich mag Männer, die wissen, was sie wollen, oder gegen ihre Intelligenz kommt man nicht an.* Es wäre nicht ratsam, einen Theaterbesuch, einen Ausflug oder die Teilnahme an einer ausgelassenen Party vorzuschlagen. Der Skorpion liebt eigene vier Wände. Ein besseres Programm ist es, zu Hause zu sitzen und seine Lieblingsplatten anzuhören. Er muß immer um Rat gefragt werden. Niemals etwas vorschlagen, das dem Skorpion nicht zusagt! Es ist schwierig genug, die Beziehung im Gleichgewicht zu halten. Man geht am besten von der Voraussetzung aus, daß der Skorpion alles ein wenig besser weiß als die andern Leute; damit ist seine Zuneigung zu erringen. Man muß ihn liebevoll behandeln. er braucht viel Liebe und gibt sie dann auch zurück. Vor allem aber mag dem Skorpion, ob Frau oder Mann, ausschließliche Aufmerksamkeit geschenkt werden, sonst wird er verärgert und eifersüchtig. Man gehe auf alle seine Pläne ein. Er liebt es nicht, wenn sie durchkreuzt werden, und erlaubt höchstens eine ganz klare Abweichung. Wer mit einer Skorpionfrau ausgeht, zeige sich großzügig. Wird man von ihr eingeladen, so darf ein Mitbringsel nicht vergessen werden. Der beste Champagner ist gerade gut genug. Viele Skorpione haben eine Vorliebe für Hummer.Wer einen Skorpionmann für sich gewinnen will, sollte herausfordernd auftreten, mit einem Kleid, daß die Figur zur Geltung bringt, mit einem betäubenden Parfüm. Man merke sich, daß es verkehrt ist, sich einem Skorpion gegenüber spröde oder schüchtern zu verhalten. Geschenke? Am besten exotischen Schmuck, etwa ein mexikanisches oder afrikanisches Amulett. Der Skorpion schmückt sich gern. Für sie kann es etwas Gewagtes von leuchtendroter Farbe sein; für ihn ein auffallender Gürtel oder ein aparter Schal. Der Topas gilt als Glücksstein des Skorpions und sollte bei der Geschenkwahl beeinflussen. Um den Skorpion in romantische Stimmung zu bringen, hilft eine verführerische Atmosphäre: Räucherduft, Blumen, elegische Musik. Aber im Grunde ist die Umgebung gar nicht so wichtig. Der Skorpion macht auch auf dem Zementboden einer Garage, wo es nach Benzin riecht, noch Liebe.